WILLKOMMEN IN DER WELT DES GRAFIK-DESIGN!

Information Design - Was ist das?

Im Informationsdesign geht es um die übersichtliche Darstellung von komplexen Sachverhalten. Man stelle sich das U-Bahn-Netz in einer Großstadt vor: Die Orientierung in der Stadt, die Position der U-Bahnstationen, die vielen Umstiegsmöglichkeiten – das alles in Worten zu beschreiben, würde niemand lesen. Eine übersichtliche Darstellung in Planform hilft.

 

Orientierungssysteme und Leitsysteme sind typische Anwendungsbeispiele für Informationsdesign. Dazu gehört das Herausfiltern der Schlüsselinformationen und die visuelle Darstellung von Information. Icons oder Piktogramme können beispielsweise helfen sprach- und kulturunabhängige Information bereit zu stellen.

 

Information Design spielt auch in der Softwareentwicklung eine große Rolle. Hier überschneiden sich die Disziplinen. Wissen über Usability und Grafik-Design, Symbole, Zeichen, Programmierung und Animation ist gefragt. Aber letztlich geht es darum: kennt sich der/die BenutzerIn aus? Ist es leicht, sich zurecht zu finden?

 

Anwendungsgebiete für Information Design sind

  • Leitsystem in Krankenhäusern, Parks, großen Organisationen, Flughäfen & Bahnhöfen
  • die Besucherführung in Ausstellungen
  • Orientierungshilfen in umfangreichen Webshops oder gedruckten Produktprospekten
  • Die Aufbereitung von Daten in Statistiken, Tabellen, Portfolios
  • Die vereinfachte Darstellung von Wissen in der Pädagogik

 

Information Design ist eine Disziplin, die überall dort hilfreich ist, wo es um die Orientierung und um die Aufbereitung von viel Information geht.

Übersichtlicher Plan des U-Bahnnetzes in Peking: Die Information wird stark vereinfacht dargestellt.

In der Software für kleine Bildschirme ist Klarheit und Einfachheit besonders wichtig.


Die Farbe des Jahres 2017

… ist „Greenery“ (15-0343) und wurde von PANTONE ausgewählt. Wie kommt es eigentlich zur Farbe des Jahres? Wer wählt sie aus? Warum gerade diese? 

 

„Die Pantone-Farbe des Jahres ist nicht nur eine Trendfarbe, sondern soll auch den globalen gesellschaftlichen Zeitgeist in Farbe wiedergeben“, sagt Carola Seybold, Leiterin für Business Development und Marketing von Pantone, gegenüber ORF.at. Dieser Zeitgeist sei – laut Seybold - durch die „Sehnsucht nach neuer Hoffnung in einem komplexen sozialen und politischen Umfeld gekennzeichnet und würde unser wachsendes Verlangen nach einer erneuten Verbindung und Einheit mit der Natur und unseren Mitmenschen versinnbildlichen.“

 

Die in den Medien veröffentlichten Trendfarben entspringen dem großen Markt der Kleidung- und Stoffindustrie. Welche Farbe sich am Markt dann tatsächlich etabliert, bestimmen aber letztlich die Konsumenten. Denn nicht jede im Frühling propagierte Farbe findet dann auch ihre Liebhaber. Und auch global gesehen gibt es eine Menge Unterschiede. So unterscheiden sich die Farbvorlieben in Mitteleuropa massiv von denen der arabischen Welt oder den häufig verwendeten Farben Asiens. Sogar innerhalb Europas oder innerhalb des deutschsprachigen Raums gibt es wahrnehmbare Unterschiede in den Farbpräferenzen.

 

Die tatsächlichen Trends im Grafikdesign jedenfalls werden nicht nur von Pantone vorgegeben. Vielfach beeinflussen gelungene Kampagnen der großen Marken die Farbwahl der Grafikdesigner. Greenery oder ein etwas hellerer Grünton herrschen schon seit einigen Jahren in den Werbemitteln vor, die mit Natur, Vitalität und Gesundheit zu tun haben. 

 

Pastelltöne - egal ob Sport, Retro oder Vintage - setzen sich in letzter Zeit wieder vermehrt durch. Diese harmonieren allerdings auch recht gut mit Greenery, wie die Kombinationsfarbpaletten auf pantone.com zeigen.

Greenery und verschiedene andere Grüntöne bestimmten gleich mal die Gardening-Aktivitäten im Frühjahr. Lassen wir uns überraschen, welcher Farbcharakter den Sommer 2017 charakterisiert.

 

Times, Arial & Co.

Typografie im Alltag

Du hast mit Grafik überhaupt nichts am Hut? Denkst du. Jeder, der mit einem Computer arbeitet, hat täglich mit Grafikdesign zu tun. Linksbündig oder Blocksatz? Arial oder welche Schriftart nehme ich? Wie mache ich das Dokument ein wenig bunter? Binde ich Grafiken ein? Und schon machst du Grafikdesign.

 

Times und Arial haben ja vielfach den Ruf, fad und altmodisch zu sein. Die Times ist eine genannte Barock-Antiqua-Schrift, die ursprünglich 1931 von Stanley Morison und Victor Lardent entworfen wurde. Sie wurde durch Microsoft und Apple so populär, sodass sie heute zu den bekanntesten und meistverwendeten Schriften gehört. Zuletzt sicherte das U.S. State Department ihre Zukunft, als es Anfang 2004 beschloss, dass alle diplomatischen Dokumente in Zukunft aus 14 Punkt Times statt aus 12 Punkt Courier gesetzt werden müssen.

 

Ursprünglich für die Zeitung The Times entworfen, sollte es eine gut lesbare und schmal laufende Schrift sein, die für schmale Zeitungsspalten geeignet ist – eine Aufgabe, die sie hervorragend erfüllt. Wer sicher gehen will, dass der Empfänger eines Dokuments auch eine Schriftart installiert hat, greift also weiterhin zu Times oder zur …

 

Arial. Diese ist eine Groteskschrift (= ohne Serifen), die von den Schriftgestaltern Robin Nicholas und Patricia Saunders 1982 geschaffen wurde, um eine gut lesbare Schrift für niedrig auflösende Monitore zur Verfügung zu stellen. Gemeinsam mit der Times gehört sie zu den populärsten Schriftarten, die auf nahezu allen PCs installiert sind.

 

Die Arial hat vielleicht nicht die allerschönsten Formen. Und es gibt unzählige andere schöne und gute Schriftarten. Aber wer aus Gründen des Austausches mit anderen auf die wenigen verbleibenden Schriftarten angewiesen ist, muss nicht verzweifeln. Die beiden lassen sich schon spannend einsetzen.

 

Hier sind zwei Beispiele aus dem www für gute Schriftgestaltung. Sie zeigen, dass man mit Größenkontrasten, Rhythmus, Farben und Formen auch mit Arial und Times schöne Ergebnisse produzieren kann.

Quelle / Copyright: Ruben Jimenez

http://cargocollective.com/rubenjimenez/Times-New-Roman-Poster

(15.11.2016)

Quelle / Copyright: Source Digit http://sourcedigit.com/7520-15-used-fonts-ever-world-computing-history/ (15.11.2106)


Designing Companies

Was sieht ein Außenstehender von deinem Unternehmen?

Rechnungen? Visitenkarten? Ein Gebäude? Fahrzeuge? Arbeitsbekleidung? Verpackungen? Einen Shop? Werbung?

 

Aus allen einzelnen Wahrnehmungen macht er oder sie sich ein Bild von deinem Unternehmen. Ob du Wert auf das Erscheinungsbild legst oder nicht – genau so wird es wahrgenommen – dass du darauf Wert legst oder eben nicht. Und wie bei der Kleidung zieht man aufgrund von einzelnen Wahrnehmungen Rückschlüsse auf andere Eigenschaften. Man leitet zum Beispiel daraus ab, ob in diesem Unternehmen mit Sorgfalt und Professionalität gearbeitet wird.

 

Man glaubt zu erkennen, womit es sich beschäftigt und wer vermutlich seine Kunden sind. Nimmt man es oft wahr, steigt die Bedeutung. Sieht man selten etwas, ist es eher unwichtig. Nimmt man klar das Angebot, den Nutzen und die Preislage wahr, erleichtert das die Entscheidung, ob dieses Angebot interessant ist.

 

Wer sagt jetzt noch, dass Design unwichtig ist? Und was sieht man von deinem Unternehmen?

Die Macht der Farben (1)

Die persönliche Farb- und Formveranlagung

 

Es gibt Farben, die uns besonders gut gefallen und solche, die wir nicht leiden können. Dass unsere Farbgeschmäcker nicht übereinstimmen, dürfte uns allen schon einmal aufgefallen sein.

 

Maler, Grafiker und Kunstpädagoge (unter anderem lehrender Meister am Bauhaus in Weimar) Johannes Itten hat dieses Thema im Rahmen seiner Farbenlehre* aufgegriffen. Er entwickelte die Theorie, dass der Hautton, die Augen- und Haarfarbe eines Menschen mit seinen Lieblingsfarben im Zusammenhang steht – und die bevorzugt verwendeten Formen mit Körperbau und Kopfform. Itten testete seine Theorie an seinen Studenten, die Formen und Farben so malen sollten, wie sie als harmonisch empfunden wurden. Ohne, dass Itten wusste, wer welche Arbeit angefertigt hatte, wies er die Farbakkorde den Studenten richtig zu.

 

Der Schweizer Psychologe Max Lüscher hat wiederum die Beziehung zwischen Psyche und Farben untersucht. In seinem 1947 entwickeltem „Lüscher Farbtest”** ging er davon aus, dass die bevorzugten Farben und Farbbeziehungen Rückschlüsse auf den Charakter und Eigenschaften einer Person zulassen. Der Farbtest wurde ziemlich populär, auch wenn er nicht unumstritten ist.

 

Wer sich also in Hinkunft die Farbwahl seines Gegenübers beim besten Willen nicht erklären kann: Ihre bevorzugten Farben hängen unter anderem von Ihrer Hautfarbe, Augenfarbe, Haarfarbe und Ihrer Persönlichkeit ab und sind deshalb bei jedem Menschen ein wenig anders.

 

* Hauptwerk: Kunst der Farbe, 1961

** Max Lüscher: Lüscher-Test. Test-Verlag, Basel 1969.